California

The Lost ’49ers

Wer waren die 49ers (Forty Niners)?

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Eine Fake-Millionen-Note, welche an den Beginn des Goldfiebers 1848 in Kalifornien erinnert und als California Gold Rush in die Geschichte eingegangen ist. Diese fingierte über eine Million Dollar Banknote, gibt’s  auf der Webseite von fakemillion.com zu kaufen.

Als 1848 Gold an der Sutter’s Mill, einem Sägewerk bei Coloma, nordöstlich von

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GoldRush Münze aus Bodie, California

Sacramento Gold gefunden wurde, löste das ein regelrechtes Goldfieber aus, das unter dem Namen California Gold Rush in die Geschichte eingegangen ist.  Die Nachricht verbreitete sich schnell und 1849 packten Menschen aus allen Teilen der USA ihr Hab und Gut auf Planwagen und machten sich auf in Richtung Westen, wo sie sich eine bessere Zukunft erhofften.

 

Einer der Versorgungspunkte vor Antritt ihrer Reise durch das Great Basin, einer steppen ähnlichen Hochebene, welche man überqueren musste, bevor man den Gebirgszug der Sierra Nevada erreichte, war Salt Lake City.  Wichtig dabei war, die Stadt rechtzeitig zu verlassen, um vor Wintereinbruch die Sierra Nevada zu überqueren. Ist einmal Schnee gefallen, gab es kein Weiterkommen.

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Endlose steppen ähnliche Hochebene – das Great Basin in Nevada

Nur wenige Jahre davor wurde eine Gruppe von Siedlern, die sogenannte Donner Party, von einem Sturm überrascht, was einen der größten menschlichen Disaster jener Zeit zur Folge hatte. Die Ereignisse rund um die Donner Party waren allen noch äußerst lebhaft in Erinnerung, als sich eine Gruppe von über 100 Planwagen im Oktober 1849 aus Salt Lake City auf den Weg nach Westen machte. Es war schon viel zu spät, um es noch vor Wintereinbruch sicher über die Sierra Nevada zu schaffen und haben sich langsam für eine Überwinterung einstellen wollten, erfuhr die Gruppe vom  Old Spanish Trail, einer Route am südlichen Ende der Sierra Nevada, welche man auch im Winter sicher überqueren konnte.

 

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Regenbogen irgendwo in Nevada

Das Problem dabei war aber, dass noch kein Planwagen vorher diese Route genommen hatte. Nach längerer Suche fand man eine Person, welche diesen Weg kannte und sich bereit erklärte den Trek anzuführen. Als die Planwagen Salt Lake City verlassen haben, hat keiner geahnt, dass dieser Planwagenzug – die San Joaquin Company – als Leidensgeschichte an einem Ort namens Death Valley in die Geschichte eingehen würde.

Die Gruppe kam viel langsamer voran als es den meisten Reisenden recht war. Der Anführer des Treks, Captain Jefferson Hunt, richtete aber die Reise-Geschwindigkeit nach dem langsamsten Wagen in der Gruppe. Als die meisten Reisenden mit ihrer Geduld am Ende und  gerade dabei waren sich lautstark zu beschweren, tauchte plötzlich ein junger Mann mit einer handgefertigten Karte im Camp auf, auf der eine Abkürzung durch die Wüste eingezeichnet war und zu einem Ort namens Walker Pass führte.

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Richtige Hoppelstrecke im Death Valley

Das wäre eine Abkürzung von etwa 500 Meilen (über 800 km). In Anbetracht der soviel kürzeren Strecke, entschieden sich die meisten Planwagen für diesen Weg. Nur wenige der Wagen folgten Captain Hunt auf dem Old Spanish Trail.

Die Gruppe trennte sich beim heutigen Ort Enterprise in Utah, wo heute noch das Jefferson Hunt Denkmal an dieses Ereignis erinnert.

Unmittelbar nachdem die Gruppe die Abkürzung angetreten hatte, stand sie schon vor einem scheinbar unüberwindbaren Hindernis. Eine tief klaffende Schlucht an der heutigen Grenzlinie zwischen Utah und Nevada. Viele waren darüber entmutigt und entschlossen sich wieder Captain Hunt anzuschließen.

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Unterwegs im Death Valley

Gut 20 Planwagen aber entschieden sich trotz widriger Umstände für die Abkürzung. Es war äußerst anstrengend den Canyon mit den Planwagen zu umgehen. Es dauerte mehrere Tage bis sie es endlich geschafft hatten. Es gab keine verlässliche Karte, nach welcher sich der Trek richten konnte, dennoch waren sie überzeugt, dass sie den Pass erreichen würden, sie mussten nur in Richtung Westen fahren.

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Wohl weniger bekannt wegen der Lost ’49ers als für seine Nähe zur Area 51 und dem A‚Le‘Inn

Die Gruppe fuhr durch die heutige Gegend um Panaca (Nevada), dann weiter über Gipfel und unwirtliche Täler in Richtung Groom Lake, bis in die Nähe des heutigen Örtchens Rachel. Am Groom Lake entzweiten sich die Geister. Es kam zu einem Streit, welcher Weg wohl der bessere wäre. Die Bennet-Arcan Gruppe wollte weiter nach Süden in Richtung des schneebedeckten Mount Charleston, in der Hoffnung dort auf Trinkwasser zu stoßen. Die Gruppe der Jayhawkers, entschied sich für den ursprünglichen Plan immer in Richtung Westen zu reisen.

Schließlich trennten sich beide Gruppen und jede ging ihres Weges. Letztendlich aber hatten beide eins gemeinsam. Ein Schneesturm rettete beide vor dem Verdursten und beide landeten im Death Valley. Sie betraten das Death Valley über die heutige Death Valley Junction und folgten dem heutigen Hwy 190, bis am Weihnachtsabend 1849 einige von ihnen die Travertine Springs, die Quellen von Furnace Creek erreichten.

CA-2016-12-17-DeathValley-49er_158Seit Verlassen des Old Spanish Trail, sind die ’49ers schon über zwei Monate durch Wüstenlandschaften gefahren. Die Zugochsen fanden kaum was zu fressen und wurden immer schwächer. Ihre Planwagen sahen mitgenommen aus und in desolatem Zustand. Entkräftet verließ die meisten auch noch der Mut. Es war nicht nur das vor ihnen liegende Wüstental, sondern die endlose Kette der Panamint Mountains, eine sich vor ihnen auftürmende undurchdringliche Wand, soweit das Auge reichte.

Bei Furnace Creek trennten sich die beiden Gruppen erneut. Die Jayhawkers zusammen mit der Brier Familie gingen nordwärts in Richtung der Mesquite Flat Sand Dunes, wo sie ihre Planwagen zusammen mit ihrem Hab und Gut zurückließen und zu Fuß immer weiter nach Westen gingen. Mehrere Ochsen wurden geschlachtet, das Holz der Planwagen zum Grillen des Fleisches und zum Herstellen von Dörrfleisch hergenommen.

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Panamint Range im Death Valley

Sie überquerten die Panamint Mountains über den Towne Pass. Auf dem Weg hinunter ins Panamint Valley, schlugen die meisten von ihnen eine südliche Richtung ein und landeten schließlich im Indian Wells Valley in der Nähe des heutigen Ortes Ridgecrest. Von dort aus folgten sie einem ausgetretenen Indianderpfad nach Süden in die Zivilisation.

In der Zwischenzeit quälte sich die Bennet-Arcan Gruppe über die Salzebene und versuchte das Panamint Range über den Warm Springs Canyon zu überqueren, was sie aber nicht schafften. Sie waren gezwungen zurück ins Tal gehen, wo sie zwei junge Männer – William Lewis Manly und John Rogers – losschickten, Nahrungsmittel von der anderen Seite der Berge zu besorgen. Da sie dachten das Panamint Range wäre die Sierra Nevada, erwarteten eine schnelle Rückkehr der beiden Männer mit dem Proviant.

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Im Panamint Range zu den Charcoal Kilns im Death Valley

Es dauerte aber fast einen Monat bis die beiden die mehr als 300 Meilen zur Mission San Fernando geschafft haben, wo sie dann bei einer Ranch Proviant besorgten und sich mit drei Pferden und einem einäugigen Maultier zurück auf den Weg machten. Eines der Pferde haben sie zu Tode geritten, die beiden anderen mussten sie zurücklassen. Als Manly und Rogers endlich im Cam zurück waren, mussten sie feststellen, dass nur noch wenige geblieben sind. Die meisten haben sich ihren eigenen Weg aus dem Tal und durch die Berge gesucht haben. Nur zwei Familien mit Kindern haben gewartet und darauf vertraut, dass sie von den beiden Männern gerettet werden.

Nur ein Mann ist während ihrer langen Reise verschwunden, aber als sie ihren Weg nach Westen fortsetzten und endlich aus dem kargen und unwirtlichen Tal heraus kamen, soll sich einer aus der Gruppe mit den Worten umgedreht haben: „Lebe wohl Death Valley„, was ihm seinen heutigen Namen verlieh.

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Die Vorstellung von Gold und Reichtum vor Augen gingen sie zielstrebig immer weiter

Das Death Valley haben sie zwar bezwungen, aber es dauerte weitere 23 Tage die Mojave Wüste zu durchqueren bis sie dann die sichere Ranch San Francisco in Santa Clarita Valley erreichten.

 

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