USA

Im Land der unbegrenzten (un)Möglichkeiten

… was in den USA anders ist – Teil 1

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Stand 2010 am Straßenrand in Kanab – eine Puppe als Polizist verkleidet in einem Polizei-Auto. Beim ersten Mal vorbeifahren sind auch wir darauf reingefallen und wurden automatisch langsamer, obwohl wir gar nicht  zu schnell dran waren.

 

Die Zahlen 1 und 7

Unsere Handschrift der Zahl 1 ist für den Amerikaner die Zahl 7. In den USA schreibt man die Nummer eins immer nur mit einem Strich und die 7 wird nicht mit einem Querstrich sondern nur als 7 wie sie in Druckbuchstaben dargestellt ist, verwendet. Addierst du nun zu deinem Trinkgeld zwei deutsche Einsen hinzu 11, wird dies als 77 registriert und das Trinkgeld kann auf einmal mehr als den Preis der gesamten Mahlzeit ausmachen. Um dieses Missverständnis zu vermeiden, sollte man, wenn man ein Trinkgeld über die Kreditkarte bezahlt, immer eine Gesamtsumme berechnen und diese darunter schreiben.

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Bunt, süß und kitschig … aber die Amerikaner lieben es.

Grundsätzlich Nettopreise im Regal

Während in unseren Geschäften die Preise mit allen Steuern und sonstigen Abgaben ausgewiesen werden, d.h. du bezahlst was du siehst, ist es in den USA ganz anders. Auf den Preisschildern wird der Nettobetrag ausgewiesen. Grundsätzlich wird an der Kasse dann noch die Umsatz- und Verbrauchssteuer (sales and use tax) hinzu gerechnet.

Anstelle einer Mehrwertsteuer, gibt es in den USA die Umsatz- und Verbrauchssteuer, welche dem Endverbraucher angerechnet wird. Weil diese Steuer nicht vom Staat, sondern von den einzelnen Bundesstaaten erhoben wird, variiert diese zwischen 3 – 10% (in etwa).

Es gibt nur ganz wenige Läden, in denen diese bereits im Preis eingerechnet ist und man tatsächlich nur das zahlt was man sieht. Diese Läden haben in der Regel bereits im Eingangsbereich gut sichtbar ihr pay what you see Schild angebracht.

 

Mülltrennung und Pfand

Grundsätzlich gibt es in in den USA pro Haushalt zwei Mülltonnen. Eine schwarze Mülltonne für gewöhnlichen Haushaltsmüll und eine blaue Tonne für Papier, Plastik und Metall. Technisch hochentwickelte Maschinen trennen den Inhalt der blauen Tonnen dann in den entsprechenden Abfall Betrieben.

Übrigens gibt es auch Pfand auf Getränkeflaschen und Dosen. Diese können im Supermarkt abgegeben werden, aber kaum ein US-Amerikaner tut das auch. Die Pfandpreise liegen bei nur 5 Cent pro Flasche oder Dose, was die meisten dazu veranlasst, wohl aus Bequemlichkeit, diese in die blaue Tonne zu werfen.

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In Mangel eines Knopfes am Türknauf wurde dieser behelfsmäßig eben anders abgesperrt. Sicher ist sicher hat man wohl gedacht, aber sieht das sicher aus?

Schlösser und Türklinken

Die typisch amerikanische Türklinke ist eigentlich ein runder Knauf. Und man sagt auch nicht Türklinke dazu, sondern Türgriff oder Türknauf, auf Englisch door knob.

Die Türklinke, wie wir diese in Europa kennen, ist in den USA unüblich und auch nicht gern gesehen, angeblich weil man da mit der Kleidung hängen bleiben und diese dadurch beschädigt werden kann. Musste dabei schmunzeln. Ich bin auch schon an einem door knob hängen geblieben.

Grundsätzlich werden alle Türen, egal ob öffentlich oder privat, mit einem Knopf abgeschlossen. Schlüssel gibt es in der Regel nicht. Und gibt es dennoch mal einen Schlüssel, dann wird er mit den Rillen nach oben eingesteckt. Zum Abschließen wird er dann nach links und zum öffnen nach rechts gedreht. Auch beim Drehen des Schlüssels ist zu beachten: Man dreht den Schlüssel nie mehrmals in eine Richtung, sondern immer nur einmal nach links oder rechts, je nachdem, ob man auf- oder zusperren möchte, und dann wieder zurück zur Ausgangsposition.

 

Landessprache

Englisch ist zwar die anerkannte und akzeptierte Landessprache, aber rein rechtlich gesehen ist es nicht die Amtssprache, denn die Sprache ist nicht rechtlich festgelegt. USA gehören zu den Ländern, die keine offizielle Landessprache definiert haben.

Daraus resultiert ein wirklich interessanter Aspekt.

Alle Verträge, egal in welcher Sprache, sind hier gültig, sofern sie mit Gesetzen des Staates, in dem man lebt, in Übereinkunft stehen. Ein Ehevertrag aus Deutschland wäre hier also zum Beispiel gültig, sofern die Klauseln darin im Einklang mit den Gesetzen hier sind. Viele werden auch festgestellt haben, dass in vielen Orten hier mehr spanisch als englisch gesprochen wird. Auch das ist hier üblich.

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Weihnachten in den Universal Studios in Hollywood

Weihnachten

Auch das unterscheidet sich vom Rest der Welt. In den USA  bringt nicht das Christkind die Weihnachtsgeschenke, hier ist es Santa Claus, der Weihnachtsmann.

Weihnachten ist hier auch erst am 25. Dezember und wir als Christmas Day (Weihnachtstag) bezeichnet, während dem 24. Dezember keine große Bedeutung zugemessen wird. Es ist lediglich der Christmas Eve (der Abend vor Weihnachten), an dem jedes kleine und große Kind schon dem Weihnachtstag entgegenfiebert. So findet auch die Bescherung am Weihnachtstag und nicht am Vorabend zu Weihnachten statt.

 

Der Sonntag

Der Sonntag ist kein offizieller Feiertag in den USA. Er gehört wie der Samstag zu einem normalen Tag einer Woche. Samstag und Sonntag gehören lediglich zum Wochenende, welches in der Regel arbeitsfrei ist. So ist es nicht unüblich, dass hier am Sonntag der Rasen gemäht oder auch renoviert wird. Briefe und Pakete werden ebenfalls ausgetragen und die Geschäfte haben auch offen.

Offizielle Feiertage, die sogenannten Holidays, sind Neujahr, Memorial Day, Independence Day, Thanksgiving oder Halloween. An diesen arbeitet kein richtiger Amerikaner. Da wird einfach nur gefeiert.

 

Uhrzeit und Kalender

Auch die Uhr läuft hier einfach anders. Genauso verhält es sich mit dem Kalender.

Hier gilt der 2 x 12 Stunden Tagesrhythmus. Alles was Vormittag stattfindet wird als am (ante meridiem) bezeichnet. Nach 12 Uhr mittags ist es pm (post meridiem).
18 Uhr ist einfach 6pm. Eine Ausnahme macht die sogenannte Military Time, welche 18 Uhr dann als eighteen-hundred (also Achtzehnhundert) ausspricht.

Im Gegensatz zu unserem Kalender, dessen Wochenanfang der Montag ist, beginnt in den USA die Woche mit dem Sonntag.

Du kennst weitere Besonderheiten in den USA? Was noch alles anders ist?
Dann würden wir uns freuen von dir zu hören. Schick uns diese in einer eMail über obiges Kontaktformular oder hinterlasse deine Informationen im Kommentarfeld zu diesem Beitrag.

Kategorien:USA

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