Europa

Atlantis Park

485ac-atlantis-park_042

Lage und Umgebung

Der Ort Punta del Hidalgo liegt im wilden Nordwesten der Insel: weniger Tourismus, dafür aber viel  unberührte Natur. Manchmal ist es hier gar nicht so verkehrt ein bisschen Spanisch zu sprechen, zumindest zu verstehen.

In diesem Apartment Hotel Haben zwei Wochen im November / Dezember 2014 verbracht.
a5e96-atlantis-park_030
Blick auf die Apartments, welche auf zwei Ebenen angeordnet sind.

Der erste Eindruck unseres Aparthotels ist genau wie das Foto im Reisekatalog. Die Anlage besteht, wie der Name schon sagt, aus Apartments und ist an einem Hang in zwei Reihen links und rechts der Rezeption, welche sich ganz oben befindet, angelegt. Hinter der Rezeption befindet sich der Speisesaal. Zwischen den beiden Gebäudekomplexen liegt der Außenpool mit den Sonnenliegen. Im Anschluss daran ist ein Grünbereich und der Innenpool. Am unteren Ende der Anlage liegt das Haus der Eigentümerin, die sich jeden Tag im Speisesaal blicken lässt und immer wieder zu einem Schwätzchen stehen bleibt. Sie hat viel zu erzählen …

Die gesamte Anlage ist terrassenförmig angelegt. Je weiter weg von der Rezeption, umso tiefer liegen die Apartments. Der Meerblick ist zwar leicht verbaut, stört aber nicht weiter, schließlich liegt unser Apartment im oberen Stockwerk und vom Balkon können wir einen Blick auf das Meer werfen.

Wir haben Ende November, aber eine Blumenpracht, die ihresgleichen sucht. Ein fest angestellter Gärtner kümmert sich täglich um die Pflege der gesamten Anlage. Er ist nicht nur für den Grünbereich zuständig, sondern achter auf darauf, dass der Pool und der Liegebereich stets sauber ist und die Sträucher alle zurechtgeschnitten immer gepflegt aussehen, was sich bezahlt macht. Den Gast empfängt ein azurblauer Pool der zum Baden einlädt.

Die Straße verläuft zwar rings um die Anlage und gegenüber der Rezeption auf der anderen Straßenseite befindet sich ein Wohnblock für Einheimische. Trotzdem ist es ruhig und man kann zu jeder Tageszeit auch draußen ungestört lesen oder bei schönem Wetter auch sonnen. Wer Ruhe und Entspannung sucht, ist hier am richtigen Platz.

Die Eigentümerin, Elisabeth Botin, eine gebürtige Holländerin spricht mehrere Sprachen, aber mit einem herrlichen niederländischen Akzent. Sie wohnt auf dem Hotelgrundstück. Ihr Haus liegt am unteren Ende mit einem Bildnis des Mencey von Anaga, Beneharo, an der Frontseite. (Mencey bedeutet soviel wie König auf Teneriffa).

 

Leistungen

5b822-atlantispark_046
Außenpool – im Hintergrund Speisesaal und Bar

Es gibt einen Außenpool mit ziemlich kaltem Wasser und einen sehr warmen Indoor-Pool, für diejenigen die es heiß mögen. Etwas dazwischen wäre mir lieber gewesen, dennoch laden beide Pools zum Entspannen und Wohlfühlen ein.

Sonnenliegen stehen rund um den Pool, die Handtücher gibt’s auf dem Zimmer. Auf der parkähnlich angelegten Grünfläche im Anschluss an den Pool stehen Palmen und sogar ein Drachenbaum … und Blumen über Blumen überall. Einfach eine Oase der Ruhe und der Besinnung.

c5777-atlantispark_007
Innenpool gut beheizt

 

Die Bushaltestelle befindet sich direkt vor dem Hotel. Fahrkarten kann man an der Rezeption kaufen. Wir haben den Bus zwar nie in Anspruch genommen (hatten ein Mietauto), aber wir haben jeden Tag Gäste des Hotels an der Haltestelle gesehen.

d718d-atlantis-park_013
Parken direkt unterm Hotel in Garage möglich

Parken

Direkt am Hotel auf der Straße. Es gab da auch eine Garage unterhalb der Seite wo sich auch unser Apartment befand. Ein paar Autos standen zwar immer da, aber wir haben nie nachgefragt, ob man das eigene Auto auch dort parken kann. Wir haben immer einen Platz direkt am unteren Eingang des Hotels gefunden.

 

Das Personal

Das gesamte Personal war immer freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit. An der Rezeption wurden wir immer gut beraten. Man gab uns Karten und Prospekte und auf informative Tipps, auch in deutscher Sprache.

 

Gastronomie

Der Speisesaal ist rustikal eingerichtet, sieht sehr einladend aus. Die Art die Tische zu dekorieren, wie wir es von anderen Hotels kennen, fehlt hier komplett. Es ist sauber und adrett angerichtet, aber außer der Farbe der Servietten ändert sich hier nichts. Das Personal ist sehr aufmerksam und stets freundlich, spricht mehr oder weniger deutsch, ist aber wenn zu viele Gäste gleichzeitig essen wollen, leicht überfordert. Es ist auch schon vorgekommen, dass wir unsere Häppchen noch nicht aufgegessen hatten, als uns die Suppe schon auf den Tisch gestellt wurde.

bd2cb-atlantispark_019

Reife Papaya verlocken zum Reinbeißen.

Zum Essen selber (leider keine Fotos)

Zum Frühstück gab es immer Buffet, das jeden Tag gleich aussah und auch dieselben Zutaten hatte. Auf Abwechslung hat man vergeblich gewartet.

Obst: frische Papaya, Bananen, Kiwi, Orangen, Honigmelone, Trauben und Ananas (letztere aus der Dose).

Gemüse: immer nur Tomaten – ich habe Paprika und Gurken vermisst

Fleischiges: mehrere Sorten Salami, Schinken, Frischwurst, Leberwurst – aber jeden Tag dasselbe

Käse: Frisch- und Hartkäse

Körniges: Körner gab es in sämtlichen Variationen, Größen, Farben und Geschmacksrichtungen dazu Joghurts oder Frischkäsemischungen mit und ohne Kräuter

Die Eier wurden anscheinend für ein Jahr haltbar gemacht. Es gab nur gekochte Eier und die waren immer so hart, dass das Eigelb im Mund staubte und ohne zusätzliche Flüssigkeit nicht hinunter zu schlucken war. Ein Eierbecher war unnötig, denn mit dem Löffel hätte man das Ei nicht rauslöffeln können. Wir haben zwar weiche Eier bestellt, aber weiche Eier scheint hier keiner zu kennen.

Süßes: 3 unterschiedliche selber gemachte Marmeladen und Honig

Am Abend gab es ein Drei-Gänge-Menü bestehend aus einer Suppe, dann beim Hauptgericht zur Auswahl: Fleisch, Fisch, Gemüse und eine Nachspeise.

c9c34-atlantis-park_007

Auf diesem Weg, ging’s in unser Apartment.

Die Portionen waren relativ klein gehalten, aber es gab so viel Nachschlag wie man wollte. Für mich waren die Portionen wirklich ausreichend. Für die anderen Gäste anscheinend auch, denn ich habe in den zwei Wochen nicht erlebt, dass einer um Nachschlag gebeten hätte.

Die Speisen selber waren allesamt recht einfach gehalten. Die Beilagen waren fast immer dieselben. Das Gemüse war nur teils frisch gekocht, der Rest kam aus der Dose. Kartoffel in Salzkruste (papas arrugadas) gehörten jeden Tag zum Fleischgericht.

Keine richtige Abwechslung. Ein Beispiel auf Eintopf folgte am nächsten Tag Gulasch, es sei denn man aß Fisch. Es gab zwar auch mal ein Rumpsteak, ich nannte es aber Suchsteak – wegen der Größe und so richtig auf den Punkt gebracht war es auch nicht, für meinen Geschmack ein wenig zu zäh.

b65c6-atlantispark_022

Die Bezeichnungen für die Fische waren meistens in Spanisch. Die Frage nach der deutschen Bezeichnung konnte nicht einmal die Besitzerin, welche Deutsch ziemlich gut beherrschte, beantworten. Es war eben ein weißer Fisch.

Die Musik im Speisesaal war ebenso eintönig wie das Essen. Bestens geeignet für ganz besondere Opernliebhaber, die eine schwere, traurige Arie schon zum Frühstück verdauen können. Mir wurde es manchmal dann doch zu viel, obwohl ich gerne in die Oper gehe. Gab es mal keine Opernarien, wurde italienische Musik aufgelegt, manchmal auch das eine oder andere Lied aus einem Musical.

Ganz vermisst habe ich spanische Musik. Teneriffa gehört schließlich zu Spanien…

 

Zimmer (auch hier leider keine Bilder)

bd103-atlantispark_037
Die oberen Apartments (so auch unseres) sind mit Meerblick

Es war ein Apart(ment)hotel und wir hatten ein Wohnzimmer mit Küchenzeile und Bartheke als Trenner, ein Schlafzimmer und dazwischen das Badezimmer mit Wanne und sogar Bidet und einem kleinen Durchgangsflur.

Unser Apartment lag im oberen Stockwerk mit Blick auf den Pool und die gegenüberliegende Apartment Zeile mit Wandmalereien, welche die einzelnen Kanareninseln darstellen.

Auf dem fast quadratischen Balkon steht ein Tisch mit zwei Stühlen, von wo aus man nicht nur das Meer sah, sondern auch dem Rauschen der Wellen zuhören konnte.

Das Wohnzimmer hatte eine rustikale Couch und einen dazu passenden Sessel, eine Kommode auf welcher ein kleiner Fernseher stand. Zur Auswahl standen 8 – 10 deutsche Sender. Auf dem Tisch lag ein Umschlag mit 10 Postkarten von der Insel, die man entweder mitnehmen oder verschicken konnte. Bisher ist es das einzige Hotel, das sowas angeboten hat (und wir waren schon in vielen Hotels). (Bilder auf der Webseite entsprechen dem tatsächlichen Aussehen zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes.)

In der Küchenzeile – welche bisher noch nie als solche genutzt wurde gab es Gläser, Tassen, Teller, Besteck, Flaschenöffner … von allem zwei Stück. Vorgesehen waren zwar Gasherde, aber angeschlossen wurde bis Dato keiner.

475c2-atlantis-park_027
Auch im November / Dezember in voller Blüte

Das Schlafzimmer hatte zwei wirklich komplett getrennte Betten, obwohl sie nebeneinander standen. Die Matratzen hatten eine so tiefe Kuhle, dass man aus dem Bett nicht fallen konnte. Dafür war das Umdrehen ein bisschen schwierig.

Wer nun Nachttischlampen im Schlafzimmer erwartet hat, wurde mit zwei Strahlern, welche zum Filmen ausgereicht hätten und weit oberhalb des Bettes angebracht waren, empfangen. Zum Lesen total ungeeignet. Somit war Lesen nur am Pool oder im Wohnzimmer möglich.

Die Stange für die Kleiderbügel ist so hoch angelegt, dass ich die Bügel gerade noch auf Zehenspitzen stehend erreichen konnte.

 

Das Bad

Im Badezimmer war eine Sitzwanne und Dusche mit Vorhang. Die Toilette selber befand sich gegenüber dem Waschbecken, aber so eng beieinander, dass wir beim Aufstehen gleich mit der Stirn am Waschbecken aneckten. Man lernt schnell anders aufzustehen. Der Papierrollenhalter, war rechts aber ziemlich weit hinten angebracht und konnte nur mit Verrenkungen erreicht werden. Hexenschuss darf man da nicht haben.

29d53-atlantispark_025Während der gesamten Zeit haben wir nur zwei Gästeseif(ch)en bekommen, obwohl diese im Reisekatalog als inklusive geführt wurde. Duschgel und Bodylotion gab’s überhaupt nicht. Haben wir uns dann alles selber gekauft und das übrig gebliebene dagelassen.

Gleich beim ersten Händewaschen sah ich winzige kleine Tierchen durch das Waschbecken huschen. Später fanden wir sie auch im Wohnzimmer auf dem Tisch und der Theke zwischen Küche und Wohnzimmer. Es waren winzige Ameisen, denen wir die ganze Zeit nicht Herr wurden, obwohl die Zimmer täglich gereinigt wurden. Wir haben Salz gekauft und verstreut, aber egal was wir angestellt haben, sie waren nur kurz weg und über kurz oder lang waren sie wieder da.

 

WiFi

Das W-LAN war nicht berauschend schnell und ist auch ab und zu mal ausgefallen.

 

Zusatzleistungen nur gegen Aufpreis

Zur Anlage gehören: eine Schönheitsfarm, eine Kurabteilung, ein Fitnessraum, Massage und Sauna.

 

Kontakt

Aparthotel Atlantis Park
Calle Oceano Artico Nr. 1
38240 Punta del Hidalgo
Tenerife / Islas Canarias
Spanien

Tel. +34 922 156 411
Fax. +34 922 156 189

eMail: atlapark@step.es
URL: http://www.atlantis-park.com/

 

Weitere von uns bewertete Hotels

 

1 reply »

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.